Jugendfeuerwehr Karlsruhe

Berichte

Grötzinger Jugendfeuerwehr ist beste Mannschaft aus Baden-Württemberg

Erste Teilnahme an den deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Rostock

 

Für fünf Tage war Rostock wohl die sicherste Stadt Deutschlands. Denn zusätzliche 2.100 Feuerwehrleute waren angereist, um sich bei den Deutschen Meisterschaften miteinander zu messen. Darunter über 200 Jugendfeuerwehr-Angehörige, die im CTIF-Wettbewerb gegeneinander angetreten sind. Erstmals schickte auch Karlsruhe eine Mannschaft zu diesem Wettkampf. Den Zuschlag erhielten nach einem Kreisausscheid die Jugendlichen aus Grötzingen.

 

Mit dem Zug ging es gleich zu Beginn der Sommerferien in Richtung Norden. Nach einem guten Trainingsdurchlauf für die Grötzinger auf der Wettbewerbsbahn direkt neben dem Stadion des Fußballvereins Hansa Rostock am ersten Tag, stand die große Eröffnungsfeier auf dem Programm. Sämtliche Teilnehmer zogen in einem langen Marschzug durch die Hansestadt vor den Augen tausender Zuschauer in den Stadthafen ein.

 

Am folgenden Tag wurde es ernst für die, aus zehn Jugendlichen bestehenden, Mannschaften. Rund ein halbes Jahr Training waren für die Jugendfeuerwehr Grötzingen dem Wettkampftag vorausgegangen, um fit für die Deutschen Meisterschaften zu sein.

 

Bei dem internationalen Feuerwehrwettbewerb der Jugend werden zwei Teile gefordert. Bei einem 400-Meter-Staffellauf müssen einige Jugendliche Aufgaben lösen. Während beispielsweise ein Jugendlicher über eine Leiterwand klettern muss, kuppelt ein anderer zwei Feuerwehrschläuche und ein Strahlrohr im Lauf zusammen.

 

 

Im zweiten Teil, einem Feuerwehrhindernisparcours, verlegt ein Teil der Mannschaft eine Schlauchleitung über eine Hürde und durch einen Tunnel. Ein anderer Teil pumpt mittels einer Kübelspritze Wasser in ein Ziel. Der Wettbewerb selbst ist dabei weniger an den Abläufen bei der Feuerwehr orientiert, sondern fordert eher Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Bei Abweichungen von den Vorgaben werden Fehlerpunkte notiert.

 

Die Kulisse hätte besser nicht sein können: Eine vollbesetzte Tribüne, darunter auch Zuschauer, die extra aus Karlsruhe zum Wettbewerb angereist sind. Angespornt von diesen Bedingungen erzielten die Jugendlichen in beiden Teilen Zeiten, die sie in keinem Trainingsdurlauf erreichten konnten. Doch im Gegensatz zu den Mannschaften auf den Spitzenplätzen, mussten Fehlerpunkte verzeichnet werden.

 

Bis zur Verkündung des Ergebnisses musste allerdings auf den nächsten Tag und die Siegerehrung gewartet werden. Und das endgültige Resultat war für den ersten Auftritt durchaus zufriedenstellend. So gingen die Grötzinger mit dem 21. Platz als beste Mannschaft aus Baden-Württemberg hervor und ließ die schwäbische Gruppe aus Böblingen hinter sich. Für eine Platzierung im oberen Bereich gegen die erfahreneren Wettbewerber reichte die erzielte Punktzahl jedoch nicht aus. Es reisen die zwei erstplatzierten Mannschaften aus Bayern ins österreichische Villach zur Olympiade der Feuerwehren in Europa. Doch mit diesen Erfahrungen im Gepäck werden im kommenden Jahr die Vorbereitungen für die nächsten Deutschen Jugendmeisterschaften 2018 begonnen.

Florian Kaute


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