Jugendfeuerwehr Karlsruhe

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Grötzingen: Feuerwehrnachwuchs beweist Können

Jugendfeuerwehr erlebt für 24 Stunden den Berufsfeuerwehralltag

Als die Mitglieder der Grötzinger Jugendfeuerwehr am vergangenen Samstag ihren 24-Stunden-Dienst antraten, wussten sie noch nicht, was sie alles erwarten würde. Fest stand zu Beginn nur, dass es immer mal wieder zu unerwarteten Übungseinsätzen kommen würde, die unter möglichst realen Bedingungen simuliert wurden.

 

Um bei der jährlich stattfinden 24-Stunden-Übung möglichst schnell nach der Alarmierung ausrücken zu können, ist im Feuerwehrhaus ein Nachtlager aufgebaut worden. Auf dem offiziellen Zeitplan standen dabei neben feuerwehrtechnischer Ausbildung unter anderem gemeinsames Kochen und Aktivitäten.

 

Der erste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten: aus einer leerstehenden Geschäftsgebäude drang Rauch, auf dem Balkon hatte sich eine Person vor dem simulierten Feuer in Sicherheit gebracht. Mit selbstgebauten Atemschutzgeräten gingen die Trupps in den Innenangriff und konnte noch fünf weitere Personen retten und das Feuer anschließend löschen. „Fast alle Handgriffe saßen, wirklich eine tolle Leistung, die die Jugendlichen hier gezeigt haben“, freut sich Grötzingens Jugendwart Philipp Schuhmacher. Um die verletzten Personen kümmerte sich an diesem Wochenende die Durlacher DRK-Jugend, die ebenfalls vom Feuerwehrhaus ausrückte.

 

Eine knappe Stunde später ertönte erneut der Alarm: Ein mit Gefahrgut beladener Transporter verunglückte und klemmte eine Person ein. Ein Szenario, welches die Jugendlichen bisher eher seltener geübt haben. Umso erfreulicher war es für die Übungsvorbereiter, dass die Situation in kurzer Zeit von den Jugendlichen souverän gelöst wurde.

 

Auch am Abend und in der Nacht bliebt es für den Feuerwehrnachwuchs nicht ruhig: Zwei Brände, in einer Garage und auf einem Grillplatz, mussten bekämpft werden. Nach dem Frühstück konnten die Jugendfeuerwehr-Angehörigen dann wieder ihr Können unter Beweis stellen, als ein Brand in einer Lagerhalle gelöscht werden musste. Den Abschluss des einsatzreichen Wochenendes war eine verunfallte Person im Wald, die sich beim Baumfällen schwere Verletzungen zugezogen hatte und aus dem unwegsamen Gelände gerettet und versorgt werden musste.

 

„In erster Linie steht der Spaß im Vordergrund. Wenn bei den Jugendlichen dann noch alle Handgriffe, die man zuvor geübt hat, sitzen, freuen wir Ausbilder uns umso mehr“ so Schuhmacher über das Ziel der Aktion. Für die Eltern war die 24-Stunden-Übung eine ideale Möglichkeit, sich ein Bild davon zu machen, was ihre Kinder jeden Mittwoch bei der Jugendfeuerwehr üben. Per SMS wurden sie kurz vor der Alarmierung benachrichtigt und konnten sich so die Übungen am Einsatzort miterleben.

 

Infos/Bilder: www.jugend.feuerwehr-groetzingen.de

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