Jugendfeuerwehr Karlsruhe

Berichte

Ready For Take Off

Fast jeder Jugendliche der Jugendfeuerwehr Grötzingen ist schon einmal in Urlaub geflogen. Doch nur wenige wussten bis vergangenen Mittwoch, wie so ein Flughafen arbeitet. Auf dem Dienstplan stand wieder einmal ein Blick hinter die Kulissen. Nach Besuchen unter anderem beim Polizeipräsidium und dem Feuerwehrauto-Hersteller Metz ging es dieses Mal zum Baden-Airpark.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Flugplatzes, einen ehemaligen kanadischen Militärflughafen, und der Bedeutung des Flughafens für die Region musste erst einmal die Sicherheitskontrolle passiert werden. Nach einem Blick in die Ankunftshalle mit angeschlossener Zollstation, konnten die Jugendlichen aus nächster Nähe das Boarden einer Maschine beobachten. Anschließend ging es auf die Dachterrasse, um von dort den Start des Flugzeugs zu sehen. Wenig Betrieb herrschte in der Abfertigungshalle für das Gepäck, denn zum Zeitpunkt des Besuchs musste keine Maschine be- oder entladen werden. Interessant war der Einblick hinter die Wand, hinter der die Koffer nach dem Check-In verschwinden, dennoch.

Die letzte Station der Tour führte die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr zur Flughafenfeuerwehr. Insgesamt sechs Fahrzeuge gab es zu bestaunen. Besonders imposant war dabei die beiden Großflughafenlöschfahrzeuge (GFLF), oder auch unter dem Namen „Panther“ bekannt. Mit über 700 PS können sie im Brandfall schnell zum Brand fahren und dabei bis zu 7000 Liter Wasser pro Minute pumpen. Die Fahrzeuge der Feuerwehr Grötzingen sind dagegen natürlich wesentlich kleiner und leistungsschwächer, was aber im Ort völlig ausreichend ist.

Nach über zwei Stunden ging es dann wieder, mit vielen neuen Eindrücken, zurück zum Feuerwehrhaus. Bilder vom Ausflug und Informationen zur Jugendfeuerwehr Grötzingen gibt es unter www.jugend.feuerwehr-groetzingen.de.
kau

Wettersbach: Bergdorfübung 2014

Es ist 10.30 Uhr als am Samstagmorgen, dem 20. September 2014, über der Grünwettersbacher Heinz-Barth Schule in der Esslinger Straße dichter Rauch aufsteigt. Wenige Augenblicke später kommt auch schon die Feuerwehr mit Blaulich und Martinhorn auf den Schulhof gefahren. Doch als die Feuerwehrleute aussteigen erkennt man schnell, dass es sich hierbei nicht um aktive Feuerwehrangehörige handelt, sondern um Mitglieder der Jugendfeuerwehr, welche gerade unter den Augen vieler Zuschauern an der Jugendfeuerwehr-Bergdorfübung 2014 teil nehmen.

Diese Übung, an welcher sich die Jugendabteilungen Wettersbach, Stupferich, Hohenwettersbach und Wolfartsweier beteiligen und die jedes Jahr von einer anderen Abteilung ausgerichtet wird, hat das Ziel die Zusammenarbeit unter den Jugendabteilungen zu verbessern und sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Übungslage dieses Jahr war ein Brand im Schulgebäude mit mehrern vermissten Personen. Zusätzlich zur Menschenrettung im Inneren musste auch noch die Brandbekämpfung im Innen- sowie Außenbereich sowie eine Personenrettung über tragbare Leitern durchgeführt werden.

Erschwert wurden diese Tätigkeiten durch die massive Rauchentwicklung, welche in Form von Kunstnebel simuliert wurde. Trotz dieser erschwerten Bedingungen absolvierten die Jugendlichen alle Übungsaufgaben mit Bravour, sodass nach ca. 30 Minuten "Feuer aus" und "Übungsende" gemeldet werden konnte.

Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung, welche zusammen mit einem kleinen Imbiss im Feuerwehrhaus Wettersbach abgehalten wurde, lobte dann der Wettersbacher Abteilungskommandant Michael Freis die gute Zusammenarbeit unter den Jugendabteilungen und die gute Durchführung der Übung.

Abwechslungsreicher Abenteuertag

Bei sommerlichen Temperaturen fuhr die Jugendfeuerwehr Grötzingen am ersten Oktoberwochenende für ihren diesjährigen Ausflug in den Schwarzwald. Am Mehliskopf stand ein abwechslungsreicher Abenteuertag auf dem Programm. Den Anfang machte eine GPS-Schnitzeljagd. Ausgerüstet mit GPS-Empfängern machten sich die Jugendlichen auf die Suche nach den Verstecken. Dort warteten dann die Koordinaten für den nächsten Caches. Nach zwei Stunden war das Ziel und somit das Ende der Geocaching-Tour erreicht.

Zurück an der Talstation des Mehliskopfs wurden die Bögen gespannt. Beim Bogenschießen konnten die Jugendlichen ihre Treffsicherheit beweisen. Gezielt wurde auf die Scheiben, Luftballons und Schaumstoff-Tiere. Der Höhepunkt war ein Wettkampf um die besten Treffer. Zu einem klaren Ergebnis kam es jedoch nicht, die Zielpunkte lagen alle sehr nahe beieinander. Die Jugendlichen bewiesen, dass sie nicht nur gut Feuer löschen können, sondern auch mit Pfeil und Bogen treffsicher sind.

Zum Abschluss lud eine rasante Fahrt auf der Sommerrodelbahn. Mit dem Bob schossen die Jugendlichen so schnell es nur ging den Berg hinab.

Nach der Rückkehr im Feuerwehrhaus war der Ausflugstag noch nicht vorüber. In der Küche bereiteten alle zusammen das Abendessen zu. Es wurden Flammkuchen in den verschiedensten Variationen in den Ofen geschoben. Gesättigt und erschöpft fielen die Jugendlichen recht schnell in die Feldbetten.

Nach dem Frühstück war dann das Ende des Übernachtungswochenendes erreicht. Es steht jetzt schon fest, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Ausflug auf dem Dienstplan stehen wird. Die Jugendlichen mussten für den Trip nur einen geringen Eigenanteil bezahlen. Der Großteil der Summe wurde aus der Jugendkasse finanziert, die aus den Einnahmen der jährlichen Christbaumsammlung besteht.

Weitere Informationen zur Jugendfeuerwehr Grötzingen gibt es im Internet www.jugend.feuerwehr-groetzingen.de.

kau

Jugendfeuerwehr bringt Kinderaugen zum Strahlen

Für viele Kinder sind Geschenke unter dem Weihnachtsbaum selbstverständlich. Doch in manchen, ärmeren Länder reicht das Geld einfach nicht aus, um die Wünsche der Kinder zu erfüllen. Die weltweit größte Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ möchte helfen, dass das Weihnachtsfest in den östlichen Ländern etwas ganz besonders wird. Mit der Teilnahme an der Aktion wollen die Betreuer der Jugendfeuerwehr Grötzingen den Jugendlichen zeigen, welch seltenes Glück sie am Heiligen Abend haben. Bereits im letzten Jahr beteiligte sich der Feuerwehr-Nachwuchs an der Aktion.

Am ersten Mittwoch wurden die mitgebrachten Schuhkartons mit Geschenkpapier verpackt. Anschließend wurden Einkaufslisten geschrieben mit den kleinen Dingen, die den Kindern in den Empfängerländern die Augen zum Strahlen bringen sollen. Die Kartons aus Baden-Württemberg gehen vor allem nach Moldau, Rumänien, Slowakei und Ukraine.

In der folgenden Woche nahmen die Jugendliche der Feuerwehr jeweils in Zweiergruppen vor, ein Schuhkarton mit Mützen, Schals, Kuscheltieren, Süßigkeiten und mehr zu füllen. Die benötigten Gegenstände wurden gemeinsam eingekauft und anschließend in die Schuhkartons gepackt. Mit in den Karton kam auch ein Bild der jeweiligen Gruppe, damit sich die Kinder wissen, wem sie ihr Weihnachtsgeschenk zu verdanken haben.

Die Geschenke werden nun zunächst ins deutsche Zentrallager gebracht. Von dort aus geht es weiter in die Empfängerländer. Mit der Aktion hat die Jugendfeuerwehr einigen bedürftigen Kindern vielleicht das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens gemacht und eine Freude, die sie nicht so schnell vergessen werden.

Einsatzreiches Wochenende - Jugendfeuerwehr Grötzingen absolviert 24h-Übung

Für einige Jugendliche war das vergangene Wochenende ein ganz besonderes. Das Team um Jugendwart Philipp Schuhmacher hatten den Dienstbeginn für die diesjährige 24h-Übung auf Samstag, 15 Uhr festgelegt. In der folgenden Zeit erlebten die Nachwuchs-Feuerwehrmänner den Alltag wie bei der Berufsfeuerwehr im Gerätehaus, stets gespannt, wann der nächste Einsatz eintrifft.

 

Nach dem Aufbau begann der Dienst mit einer Ausbildung an den Atemschutzgeräten, die für diese Übung selbst gebaut wurden. Die Jugendlichen konnten die Geräte und das Gelernte nur wenig später anwenden. Auf dem Gelände des Obsthofes Augustenberg war ein Garagengebäude in Brand geraten. In den Hallen wurden noch Personen vermisst, so ging ein Trupp in den verrauchten Bereich vor, um die Verletzten zu finden und den Brand zu löschen. Wie auch in den späteren Einsätzen, wurde der Rauch durch Nebelmaschinen simuliert. Den Verletzten wurden realistisch aussehende Wunden geschminkt.

 

Nur kurz nachdem der erste Zug sich auf den Weg zum Obsthof gemacht hatte, wurde der zweite Zug zu einem Verkehrsunfall gerufen. In der Nähe des Pfinz-Wehrs bei der Grezzostraße hatte ein Autofahrer zwei Angler angefahren. Einer wurde in die Pfinz geschleudert, der Zweite wurde unter dem PKW eingeklemmt. Die Jugendlichen konnten beide Angler aus ihren misslichen Lagen befreien und versorgen.

 

Erst am Abend ertönte der Melder dann erneut. Ein Lagerfeuer in einem Gartengrundstück war außer Kontrolle geraten. Hier musste schnell gelöscht werden, da die Gefahr bestand, dass sich das Feuer auf die durch das Wetter ausgetrocknete Umgebung ausbreitet. Doch scheinbar wurden nicht alle Glutnester entdeckt, denn am frühen Morgen wurde erneut ein Zug an diese Einsatzstelle beordert, da sich das Feuer erneut entzündet hatte.

 

Nach dem Frühstück kam es dann zu einem fünften Einsatz. Ein Spaziergänger meldete einen Baum, der einen Weg blockieren sollte. Wie in manchen realen Fällen auch, konnte kein Baum auf der Straße entdeckt werden. Auf der Heimfahrt forderte der zweite Zug über Funk Verstärkung an. Im leer stehenden Teil der Gemeinschaftsschule Grötzingen kam es zu einer starken Rauchbildung. Unter Atemschutz gingen Trupps in das Innere vor um die Verletzten zu retten. Eine Person drohte aus dem Fenster des 2. OG zu springen.Daher wurde unter dem Fenster ein Sprungretter in Stellung gebracht, in dem der Dummy landen konnte. Das Jugendrotkreuz aus Weingarten, das bei diesem Einsatz ebenfalls vor Ort war, übernahm die Versorgung der vielen Verletzten.

 

Kurz vor Ende kam es zu einer letzten Alarmierung für beide Züge. Durch einen Betriebsunfall war es in der Ohmstraße bei einer Spedition zu mehreren Verletzten gekommen. Eine Lagerhalle war komplett verraucht, unter einem Palettenhaufen wurde eine Person verschüttet. Sofort machten sich die Jugendlichen an die Arbeit. Unter den Augen des Firmeninhabers Walter Genthner und einiger weiterer Zuschauer konnten durch ein halb geöffnetes Hallentor alle Opfer des Unfalls gerettet werden. Jugendwart Philipp Schuhmacher zeigte sich am Ende der 24h-Übung zufrieden: „Unsere Übungsabende jeden Mittwoch haben sich gelohnt. Alle wussten, was zu tun ist. Und natürlich hat es allen Spaß gemacht, das ist ja die Hauptsache.“

 

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den vielen Helfern und Verletztendarstellern, die dabei geholfen haben, die Übung zu organisieren und durchzuführen. Vielen Dank auch für die Verantwortlichen, die Gebäude für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben.

 

Weitere Bilder zur 24h-Übung und Informationen zur Jugendfeuerwehr gibt es im Internet unter www.jugend.feuerwehr-groetzingen.de.

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Florian Kaute

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